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Von der Geschichte bis heute

Die Zuchtstation Velhartice

Die Zuchtstation Velhartice ist in 1957 entstanden, die Kartoffelzüchtung wurde in die Station in 1958 aus der Zuchtstation Borek u Nepomuku übertragen. Die Zuchtstation Borek u Nepomuku wurde in 1952 durch den erfahrenen Kartoffelzüchter Herrn Václav Zimmermann errichtet. Die Aufgabe der Station war Kartoffel für den Bezirk Pilsen zu züchten. Herr Václav Zimmermann, obwohl er in sehr schweren Bedingungen gearbeitet hat, hat in kurzer Zeit eine sehr solide Basis für Kartoffelzüchtung in Westböhmen aufgebaut. Sobald er aber im Laufe von einigen Jahren festgestellt hat, dass die Station im Bezug auf Produktion von gesundem Pflanzgut ungünstig untergebracht ist, hat er im Vorland von Böhmerwald Kartoffelversuche organisiert, und zwar mit Anstrengung ein günstigeres Gebiet für Unterbringung der Station zu finden. Klima- und betriebsbezogen hat sich die Umgebung von Velhartice als am besten geeignet erwiesen.


Umziehen der Station

Die Staatsorgane und der Zucht- uns Samenbetrieb haben beschlossen die Zuchtstation nach Velhartice umzuziehen. Die Gegend um Velhartice war damals im Bezug auf Landwirtschaft sehr spezifisch. Es gab hier damals eine große Menge von kleinen Bodenbesitzern - Handwerkern, die diese Grundstücke bei Teilung der zur Burg Velhartice gehörenden Güter erworben haben. Im Durchschnitt haben diese kleinen Besitzer 2,1 Hektar Boden in der Regel an 3 - 6 unterschiedlichen Orten im Kataster bewirtschaftet. Unter dieser Situation kam es in 1958 zur Kollektivierung und Übernahme der Grundstücke durch die Zuchtstation. Zuerst hat die Station 250 Hektar Boden bewirtschaftet. Nach 1959 waren es insgesamt 350 Hektar. In 1962 hat sich der Bodenfonds um die Nachbarfarm des Staatsguts in Tajanov erweitert und es wurde Gesamtausmaß von 460 Hektar Ackerboden erreicht.

 

Neuzeitliche Geschichte

Die Station hat seit ihrer Gründung bis Ende 1976 zum Zucht- und Samenbetrieb Lužany gehört. Dank der damaligen Betriebs- und Zuchtstationsführung wurde in kurzer Zeit eine Reihe von Betriebsgebäuden, die für die Stationstätigkeit erforderlich waren, inklusive gefühlvolle Umgebungsgestaltung erbaut. Schrittweise sind Umbauten von Scheune und Stall, Aufbau von beheizten Gewächshäusern, Bürogebäude und Labor, Aufbau eines Objektes für Tierproduktion, Aufbau des Getreideeingangs verlaufen. Ab 1977 wurden Kompetenzen der Zuchtstation Velhartice, genauso wie der sonstigen Kartoffelzuchtstationen in der Tschechischen Republik an das neu entstandene Kartoffelforschungs- und Zuchtinstitut in Havlíčkův Brod überführt.

 

Privatisierung der Station

Nach 1989 wurde zuerst das Kartoffelforschungs- und Zuchtinstitut in Kartoffelforschungsinstitut und Kartoffelzuchtinstitut in Havlíčkův Brod getrennt. Die meisten Zuchtstationen, die unter das Kartoffelzuchtinstitut gehörten, wurden in 1992 zu Aktiengesellschaften privatisiert und später in die zweite Welle der Kuponprivatisierung eingeschlossen. Auf diese Weise wurde auch die Gesellschaft Vesa Velhartice, a.s. gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 26.120.000 CZK. Die Gesellschaft bewirtschaftet etwa 390 Hektar Ackerboden, der von Privatbesitzern und vom Staat gepachtet ist. Zurzeit sind in der Station 36 Mitarbeiter beschäftigt, inklusive Mitarbeiter in der Kartoffelzüchtung, Tierproduktion, Betriebsküche, in Werkstätten, aber auch in der Geschäftsabteilung.
Die Gesellschaft investiert jedes Jahr bedeutende Beträge in Entwicklung der Kartoffelzüchtung, Ausrüstung der landwirtschaftlichen Produktion und in Ackerbodeneinkauf. Trotz schlechteren Boden- und Klimabedingungen gehört Vesa Velhartice zu den besten landwirtschaftlichen Betrieben im Kreis Klatovy.
Der erste Leiter der Zuchtstation in Velhartice war Jaroslav Herma (1957-1958); langjähriger Stationsleiter, der sich am meisten um deren Aufbau und Erfolg verdient hat, war Dipl.-Ing. Rudolf Findejs, CSc. (1959-1984); seit 1985 war Stationsleiter und nachfolgend Direktor der Gesellschaft Vesa a.s. Dipl.-Ing. Petr Ruda (1985-1994) und seit 1995 übt die Funktion des Gesellschaftsdirektors Dipl.-Ing. Viktor Kopačka aus.

 

Kartoffelzüchtung und Pflanzgutproduktion

Seit Gründung des Arbeitsstandortes war im Bereich Züchtung eine Reihe von Kartoffelzüchtern tätig, die der Entwicklung dieser Tätigkeit in der Station bedeutend beigetragen haben. Ohne ihre gewissenhafte und kreative Arbeit wäre es nicht möglich die jetzigen Züchtungserfolge zu erreichen. Während der Existenz der Zuchtstation wurden hier insgesamt 31 ursprüngliche tschechische Kartoffelsorten hochgezüchtet (davon 11 Sorten bis 2000). Die Sortenqualität wird durch Interesse von tschechischen und ausländischen Produzenten bewiesen. An die Züchtung von neuen Sorten knüpft die hochwertige Erhaltungszüchtung an. Zurzeit nutzen wir als Basis nur ganz gesunde Pflanzen aus Gewebekulturen, die von Außeneinflüssen technisch isoliert werden. Die auf solche Weise erworbenen Knollen werden weiter räumlich isoliert vermehrt und nachfolgend im Vermehrungszyklus als Superelite (SE) angemeldet. Die Region um Velhartice gehört im Rahmen der Tschechischen Republik zu den gesündesten. Dieses Pflanzgut wird dann bei Vertragspartnern weitervermehrt. Das Interesse am Anbauen der Sorten der Gesellschaft Vesa Velhartice steigt nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch im Ausland, was die immer größere Vermehrungsfläche dieser Sorten bezeugt. Der Außenhandel ist für die Firma sehr wichtig und das Vorhaben der Firma ist, diesen weiterhin erfolgreich zu entwickeln. Unter den tschechischen Züchtungsgesellschaften ist Vesa der größte Exporteur ins Ausland. Das Volumen des exportierten Pflanzguts aus der Ernte 2008 ist im Vergleich mit 2006 mehr als viermal gestiegen.

 

 

VESA Česká Bělá

 

Kartoffelzüchtung

Die Züchtungstätigkeit der Station wurde von Anfang an (d.h. seit 1947) auf Kartoffelerhaltungszüchtung gerichtet, es wurden hier aber auch andere Pflanzen gezüchtet. Was Kartoffel betrifft, hat man sich am Anfang mit Erhaltungszüchtung der Sorten von Keřkov und der Kartoffelhybriden beschäftigt, aber allmählich wurde auch mit Kartoffelneuzüchtung angefangen.
Die Kartoffelneuzüchtung wurde schrittweise zurück in die Station Keřkov übertragen und in Česká Bělá ist nur die Erhaltungszüchtung geblieben. Weiter wurde hier ein Stationsversuch mit Kreuzlingen der Station in Keřkov gepflanzt (in 1951 - 1961), und später in 1962 - 1992 auch Zwischenstationsprüfungen (Prüfen der perspektiven Hybriden aller Kartoffelstationen in der ehemaligen Tschechoslowakei, die im Bereich Kartoffelneuzüchtung gearbeitet haben).
In der Erhaltungszüchtung wurden in der Station Česká Bělá bisher mehr als 60 Sorten geführt. In der Erhaltungszüchtung wurde in der Station das System der traditionellen Klonenzüchtung mit Einbeschließen des ELISA-Tests zur Kontrolle des Gesundheitsstandes angewandt. Die Fläche der Kartoffelerhaltungszüchtung in der Station Česká Bělá hat am Anfang der 50-er Jahre um 35 Hektar betragen. In den 70-er Jahren hat sie sich zwischen 38-42 ha bewegt (inklusive der Zwischenstationsprüfungen von Kreuzlingen) und in 2000 hat sie sogar bis zu 71,4 Hektar erreicht.

 

Sonstige Feldfrüchte

Neben Kartoffeln wurden in der Station auch andere Feldfrüchte gezüchtet. Seit 1950 ist hier Züchtung von Winterroggen verlaufen. Später wurden hier vorübergehend Gelbhafersorten neu gezüchtet. In 1955 wurde in die Station in Česká Bělá aus der Station Keřkov die Erhaltungszüchtung von Leinen (Linum usitatissimum - L) übertragen, und später hat man hier auch mit Neuzüchtung angefangen. Seit 1961 wurde in die Station ebenfalls Züchtung von Kümmel verschoben. In der Kümmelzüchtung ist die Station Česká Bělá allmählich zum bedeutenden Züchtungsstandort geworden. Von anderen Feldfrüchten war in Česká Bělá in Erhaltungszüchtung Tetraploidroggen Beskyd (in 1990 bis 1998), seit 1987 Weißmohn-Neuzüchtung und seit 1993 ebenfalls Blaumohn-Neuzüchtung. Die Züchtung von diesen Feldfrüchten wurde in 1998 beendet.

 

Stationsaustattung

Die Station Česká Bělá (Büros, Betriebe, Lager) wurde zuerst in Räumlichkeiten des Herrn PhMr. J. Sajferts untergebracht. In 1961 - 1962 wurde dann in Česká Bělá ein neues Stationsareal erbaut, wo sowohl Bedürfnisse der Kartoffelzüchtung, als auch der anderen in der Station gezüchteten Feldfrüchten, aber auch Bedürfnisse des Wirtschaftsbetriebes sichergestellt waren. Es wurde ein neues Stationsgebäude mit Büros, Arbeitsräumen für Züchter, Räumlichkeiten für Kartoffelanalyse und Analyse von sonstigen Feldfrüchten, Kartoffellager mit Lagerungskapazität von 800 Tonnen, Lager für Züchtungshilfsmittel, u.ä. gebaut. Es wurden ebenfalls ein Kuhstall für 100 Melkkühe, ein Abkalbungsstall und ein Stall für junges Vieh u.ä. erbaut.
Das Kartoffellager verfügte am Anfang einerseits über einen Boxenteil für Lagerung von größeren Pflanzgutpartien, anderseits über einen Kistenbereich für Lagerung des Basiskartoffelzuchtmaterials. Später wurde der Boxenbereich des Kartoffellagers für Lagerung in Boxpaletten umgebaut. In 1992 - 1994 wurde eine Rekonstruktion und Modernisierung des Kartoffellagers durchgeführt. Die Lagerungskapazität wurde auf 1.200 Tonnen aufgestockt und das Kartoffellager wurde mit einer modernen Anlage und Automatisierung ausgestattet. Es wurde hier eine Straße für Endverarbeitung der produzierten Kartoffel aufgebaut. Außer der maximalen Sorgfalt bei Knollenhandhabung ist auch die Arbeitsumwelt unserer Mitarbeiter auf hohem Niveau, inklusive der klimatisierten und geräuschdämpfenden Kabine über dem Sortierungstisch. Aussortierte Kartoffeln werden zurück in Boxpaletten, Bigbags oder in Säcke von 5 kg - 50 kg gebracht. Hier besteht auch die Möglichkeit die Pflanzknollen stationär zu beizen. Lüftung des Kartoffellagers wird anhand von PC gesteuert.

 

Gegenwart

Vesa Velhartice, a.s. hat im Frühling 2004 die Station von der Gesellschaft Sativa Keřkov a.s. gekauft. Die Station Česká Bělá war in damals im elendem Zustand. Die Züchtungsabteilung von anderen Feldfrüchten, Tierproduktion inklusive Rinderzuchtherde, Reparaturwerkstätte wurden aufgehoben. In die Technik hat man jahrelang nicht investiert und es fehlten 2/3 von den Grundstücken, auf den man viele Jahre gewirtschaftet hat. Fast unberührt ist nur der Kartoffellager geblieben. Die Station hat angefangen mit minimaler Mitarbeiterzahl und ungenügender Maschinenausrüstung zu arbeiten (in 1977 haben in der Station 87 Mitarbeiter gearbeitet, in 2004 nur 4 Mitarbeiter + Saisonarbeiter auf 124 Hektar Pachtboden. Durch Einkauf des Arbeitsstandortes in Česká Bělá hat Vesa Velhartice einen weiteren Betrieb für Züchtung und Proben von neuen Kartoffelkreuzlingen erworben. Vesa Velhartice kommt hiermit mit ihren Qualitätssorten direkt in den Mittelpunk des Kartoffelbaus.
In 2005 - 2009 haben sich Aktivitäten der Betriebsstätte in Česká Bělá allmählich erweitert. Heute handelt es sich bereits um ein selbständiges Subjekt unter dem Namen Vesa Česká Bělá, a.s., welches eine Tochtergesellschaft der Gesellschaft Vesa Velhartice ist. Sie wirtschaftet auf insgesamt 1.100 Hektar Boden, wovon fast 1.000 Hektar Ackerboden ist. Kartoffeln werden auf einer Fläche von 65 - 85 Hektar angebaut. Von anderen Feldfrüchten konzentriert sich die Firma vor allem auf Getreide, Raps und Mais. Eine bedeutende Rolle spielt auch die Tierproduktion, die Gesellschaft betreibt einen großen Kuhstall für 320 Melkkühe und ist ebenfalls bedeutender Produzent von Rindfleisch.

 

 

 

 

 

 

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